Landesverein Badische Heimat e.V.

Das Heft "Badische Heimat"

Abstracts aus Heft 2/2013

Badische Heimat Heft 2/2011Ludger Syré: Die Protokolle des Badischen Landtags in digitaler Form. Der Beitrag der Badischen Landesbibliothek zum Landesjubiläum
Heft 2/2013, S. 272-284

In den Protokollen der Großherzoglichen Ständeversammlung bzw. des Badischen Landtags spiegelt sich die erfolgreiche parlamentarische Tradition des Landes seit Verkündung der Verfassung 1818 und dem Zusammentritt der ersten Volksvertretung 1819. Die Badische Landesbibliothek hat deshalb diese zentrale historische Quelle digitalisiert und 2012 als ihren Beitrag zum Landesjubiläum ins Internet gestellt. Das über 600 Bände umfassende Werk, das in vollständiger Form nur in wenigen großen wissenschaftlichen Bibliotheken einsehbar ist, steht nun unabhängig von Ort und Zeit allen Fachleuten und geschichtsinteressierten Laien zur Verfügung. Die Sitzungsprotokolle dokumentieren zum einen die Geschichte des Badischen Landtags, die 1933 mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten zu Ende ging; zum anderen sind sie für zahlreiche Einzelfragen der Geschichte Badens eine ergiebige historische Quelle.

Clemens Glunk: Der Verein „Rhin Vivant. Europa am Oberrhein
Heft 2/2013, S. 285-289

Im deutsch-französischen Ramsar-Gebiet „Oberrhein / Rhin supérieur“ hat sich der Verein „Rhin vivant“ über das Interreg-Projekt „RheNaTour“ engagiert, um einen nachhaltigen Tourismus im Gebiet zu etablieren. Die wohlausgewogene Nutzung, das sog. „wise use“ stand dabei im Zentrum. Das Land Baden-Württemberg hat dieses Projekt finanziell unterstützt und war durch die Naturschutzreferate des Regierungspräsidiums Freiburg aktiv im Projekt vertreten. Tourismus, Freizeitaktivitäten und Naturschutz sollten in diesem hochwertigen Naturraum besser in Einklang gebracht werden und die Akteure zusammenfinden.


Pierre Klein: Die bilinguale Grundschule in Kappel-Grafenhausen. Modell einer deutsch-französischen Zusammenarbeit
Heft 2/2013, S. 290-293

In Kappel-Grafenhausen (Ortenaukreis) entstand eine bilinguale Grundschule, eine Einrichtung französischen Rechts, in der nach französischen Lehrplänen auf deutschem Boden unterrichtet wird – und zwar paritätisch-bilingual, d. h. in der einen Hälfte der Schulstunden wird der Unterricht in französischer Sprache abgehalten und in der anderen Hälfte auf deutsch. Als „Schulbus“ für die französischen Schüler steht die Rheinfähre Kappel zur Verfügung.


Renate Liessem-Breinlinger: Maria Ursula Gött, geb. Schneller, die Mutter des Dichters Emil Gött. Biographie einer unehelichen Mutter (1843-1927)
Heft 2/2013, S. 294-300

Im Zusammenhang mit ihrem Sohn, dem Dichter und Lebensreformer Emil Gött, wurde Maria Ursula Gött, geb. Schneller, in der regionalen Literaturgeschichte immer wieder erwähnt, am Rande zwar, aber mit dem Hinweis, dass sie im Leben ihres Sohnes eine bedeutende Rolle gespielt habe, und mit der Andeutung, dass ihre Biographie ein Geheimnis berge. Gemeint war die Frage nach dem leiblichen Vater ihrer Kinder Emil und Ida, die Josef Gött bei der Eheschließung 1866 adoptiert hat. In diesem Beitrag „Maria Ursula Gött, geb. Schneller, die Mutter des Dichters Emil Gött, Biographie einer unehelichen Mutter 1843–1927“ wird der Versuch unternommen, mittels intensiver Quellensuche eine Antwort zu finden. Die Personalakten des in Freiburg fast vergessenen Bürgermeisters von Theobald lieferte ein Indiz, seine Nachlass-Akte den Weg zu einem seiner legitimen Nachfahren, der die Neuigkeit gelassen aufnahm und ein Bild des Genannten beisteuerte.


Rolf Fuhlrott: Carl Peter Pflästerer (1888-1961). Ein badischer Baumeister für Karlsruhe – zum 125. Geburtstag
Heft 2/2013, S. 301-315

Der Beitrag will zeigen, dass ein strebsamer Mensch aus sog. kleinen Verhältnissen auch ohne Hochschulausbildung Großes leisten kann. Der gebürtige Carl Peter Pflästerer stieg so allmählich in seiner Wahlheimat Karlsruhe bis an die Spitze der Stadtplanung auf und diente sieben Oberbürgermeistern und unter drei verschiednen Regierungssystemen. Im Dritten Reich beauftragten ihn die ‚Machthaber‘, Karlsruhe als Gauhauptstadt mit repräsentativen Aufmarschstrassen und Monumentalbauten nach dem Vorbild eines Albert Speer in Berlin auszubauen. Dies brachte ihm das Aushängeschild eines Nazi-Architekten ein, obwohl seine Pläne nur auf dem Papier ihren Niederschlag fanden. Der Beitrag will daher auch die andere Seite seines Wirkens zeigen, auch Privates und dass er als Baumeister trotz seiner Brüche in einer Umbruchzeit das Bild der Stadt Karlsruhe maßgeblich mitgeprägt hat.


Uwe und Sybille Heidenreich: Wie Natur und Kultur sich begegnen: Der Leimbach

Heft 2/2013, S. 316-327

Der Leimbach im Rhein-Neckar-Raum ist vor allem durch seine Bedeutung für den Schwetzinger Schlossgarten bekannt. Die Autoren zeigen weitere Aspekte: Der Leimbach steht in diesem Beitrag exemplarisch für die Verbindung von ökologischen, historischen und kulturellen Elementen. Der frühe Bergbau in der Region, Beeinträchtigungen des Biotops durch menschliche Eingriffe sowie die Frage, was klassische und zeitgenössische Kunst uns hier zeigen können, sind die Stationen dieser Entdeckungsreise ins Vertraute.


Heinz Nienhaus: War die Württembergische Bauordnung von 1568 ursächlich für den Gutacher Haustyp? Bilddokumente und der Originalwortlaut geben Aufschluss
Heft 2/2013, S. 328-347

In relativ vielen Publikationen wird beschrieben, dass der Gutacher oder Gutachtäler Haustyp durch die Württembergische Bauordnung aus dem Jahre 1568 entstanden sei. Leider wird in keiner dieser Veröffentlichungen aber auf den genauen Wortlaut dieser Verordnung eingegangen, was bei vielen Lesern eine Verunsicherung auslöst. In dem vorliegenden Beitrag werden der Grundriss und die konstruktiven Einzelheiten dieses Haustyps vorgestellt. Mit Hilfe des Originalwortlauts der Bauordnung und einigen mehr als 100 Jahre alten Fotografien und Bauzeichnungen wird nachgewiesen, dass es den Gutacher oder Gutachtäler Haustyp auch schon vor Inkrafttreten der Bauordnung im Jahre 1568 gab, d. h., die angeführte Bauordnung war nicht ursächlich für diesen Haustyp.


Klaus P. Oesterle: Die Affäre von Zabern 1913 aus badischer Sicht
Heft 2/2013, S. 348-353

Bei dem Kasernenskandal von Zabern zeigte sich der Geist des preußisch-deutschen Militarismus unter Kaiser Wilhelm II., der zum Krieg 1914 beigetragen hat. An dem Konflikt zwischen der königlich-preußischen Kommandogewalt und der zivilen Reichsverfassung waren markante Gestalten aus Baden beteiligt, insbesondere zwei Schulfreunde aus Freiburg: der Kommandierende General in Elsass-Lothringen Berthold von Deimling auf der einen und der Reichstagsabgeordnete Konstantin Fehrenbach, der spätere Reichskanzler, auf der anderen Seite. Dank einer Biographie des Generals aus dem Jahr 2008 werden neue Aspekte des damaligen Geschehens erkennbar.


Johannes Werner: „Feinler, der unstete Landsmann“. Leben und Leiden eines badischen Priesters in Amerika.
Heft 2/2013, S. 354-358

Als Conrad Gröber, der später als Erzbischof von Freiburg weithin bekannt wurde, noch ein unbekannter Alumnus am ‚Collegium Germanicum et Hungaricum‘ in Rom war, hielt er in seinem Tagebuch seine Erlebnisse, aber auch seine immer wieder aufsteigenden Erinnerungen fest. Und manchmal geschah es, dass sich die einen mit den anderen verknüpften, etwa dann, wenn alte Bekannte, an die er kaum noch dachte, unvermutet vor seiner Tür standen.


René Bossert: Das Haus, das Ruhe ist
Heft 2/2013, S. 359-363

Der Schwarzwald und seine Bauernhöfe sind für den Maler Albi Maier Heimat und Gegenstand seiner künstlerischen Arbeit gleichermaßen. Sie drücken für ihn das aus, worum es ihm vor allem anderen geht: Ruhe.

Bild: Karlsruhe, Großherzogliches Residenzschloss
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