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1/2008

Strategische Partnerschaft Klimaschutz am Oberrhein

Regierungspräsidium Freiburg tritt der "Strategischen Partnerschaft Klimaschutz am Oberrhein" bei - Badenova überreicht 250.000 Euro-Scheck

(rpk) Das Regierungspräsidium Freiburg ist der "Strategischen Partnerschaft Klimaschutz am Oberrhein" beigetreten. Regierungspräsident Julian Würtenberger unterzeichnete Ende Juli im Beisein von Handwerkskammer-Präsident Martin Lamm und dem Vorsitzenden des Regionalverbands Südlicher Oberrhein Otto Neideck die Beitrittserklärung.

Ziel des bundesweit bislang einmaligen Aktionsbündnisses ist es, in enger Kooperation zwischen den Städten, Gemeinden, Landkreisen sowie den Energieversorgern, Unternehmen und Experten den Klimaschutz in der Region voranzutreiben. Rund 2/3 aller Städte und Gemeinden am Südlichen Oberrhein sind bereits Mitglied der Initiative, die 2006 gemeinsam von der Handwerkskammer Freiburg und dem Regionalverband Südlicher Oberrhein ins Leben gerufen wurde.

Für Julian Würtenberger ist die politische Unterstützung des Bündnisses für Klimaschutz am Oberrhein durch das Regierungspräsidium logisch und zwingend. Gerade im Zusammenhang mit der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie der Landesregierung und den Vorbereitungen zu einer Trinationalen Metropolregion Oberrhein ist die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei Erneuerbaren Energien, Energieeinsparung und Energieeffizienz einer seiner Arbeitsschwerpunkte. Dazu gehört auch der Einsatz für eine "Trinationale Energieagentur am Oberrhein". Sie war eine der zentralen Forderungen des "Internationalen Wokshops Klimaschutz am Oberrhein", der von der "Kommission Klimaschutz der Oberrheinkonferenz" im vergangenen Juli mit Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft im Regierungspräsidium durchgeführt wurde. Damit soll die Iden-tität des Oberrheinraums als Energie-Vorbildregion gestärkt werden. Neben dem grenzüberschreitenden Informationsaustausch über beispielsweise die An-wendung neuer Technologien in der energetischen Gebäudesanierung ("best practice") sollen grenzüberschreitende Marktpotentiale für die Wirtschaft erschlossen werden. "Wir hoffen hier gerade auf positive Signale für die Bauwirtschaft und die mittelständischen Handwerksbetriebe" so der Regierungspräsident. Die-se Forderung wurde besonders von der Handwerkskammer unterstützt.

"Das Regierungspräsidium kann sich vielfältig mit Fachwissen und Erfahrungen in das Klimabündnis "Strategische Partnerschaft" einbringen, so der Regierungspräsident weiter. Die nachhaltige Erzeugung von Energie aus Biomasse und die Holzenergie sei ein Arbeitsschwerpunkt der Forst- und der Landwirtschaftsabteilung im Regierungspräsidium, zumal bei der Wärmeerzeugung aus Biomasse gerade die Kommunen die verfügbaren Potentiale noch nicht ausgeschöpft haben. Beim Ausbau der zukunftsträchtigen Einspeisung von Biogas ins Erdgasnetz durch die Badenova seien die Fachleute der Landwirtschafts- wie der Umweltabteilung des Regierungspräsidiums beratend tätig.

"Auch die Wasserkraftnutzung hat bei unserem Wasserreichtum im Schwarzwald und am Rhein noch weitere Chancen, so weit es die Rücksichtnahme auf ökologische Belange erlaubt", so der Regierungspräsident. Auch hier ist seine Umweltabteilung sowohl beratend als auch als Genehmigungsbehörde zuständig.

Die Abteilung "Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) des Regierungspräsidiums ist ebenfalls im Bereich der Erneuerbaren Energien aktiv: Im vergangenen Herbst hat sie das "Informationssystem Oberflächennahe Geothermie" der Öffentlichkeit vorgestellt und im Internet freigeschaltet. Dieses gibt anhand digitaler Karten anwenderorientiert Hinweise zu Möglichkeiten und Restriktionen bei Erdwärmesondebohrungen.

"Wir müssen alle Möglichkeiten nutzen, um im Oberrheinraum in Zusammenarbeit von Politik und Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft aus Klimaschutz- und aus wirtschaftlichen Gründen für die Verbraucher den Ausbau der Erneuerbaren Energien, Energieeinsparung und Energieeffizienz weiter voranzubringen" sind sich Julian Würtenberger, Handwerkskammer-Präsident Martin Lamm und der Vorsitzende des Regionalverbands Südlicher Oberrhein, Otto Neideck, einig. Dies sei eine der zentralen Aufgaben der Metropolregion Oberrhein.

Finanzielle Unterstützung gab es bei der Unterzeichnung durch Badenova-Vorstand Mathias Nikolay, der den Vertretern des Klimabündnis einen Scheck über 250.000 EUR aus dem Innovationsfonds Klima- und Wasserschutz der Badenova übergab. Damit ermöglicht der Innovationsfonds die Umsetzung von sieben Maßnahmenpaketen u. a. die Veranstaltungsreihe "Sparen und Wohlfühlen", Projekte für Schulen sowie die Einrichtung und Durchführung von Expertenforen.

Diese Nachricht ist auch in den aktuellen Nachrichten zum 11.8.08 erschienen.
Bild: Karlsruhe, Großherzogliches Residenzschloss
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