|
Strategische Partnerschaft
Klimaschutz am Oberrhein
Regierungspräsidium Freiburg tritt der "Strategischen
Partnerschaft Klimaschutz am Oberrhein" bei - Badenova überreicht
250.000 Euro-Scheck
(rpk) Das Regierungspräsidium Freiburg ist der "Strategischen
Partnerschaft Klimaschutz am Oberrhein" beigetreten. Regierungspräsident
Julian Würtenberger unterzeichnete Ende Juli im Beisein von
Handwerkskammer-Präsident Martin Lamm und dem Vorsitzenden
des Regionalverbands Südlicher Oberrhein Otto Neideck die
Beitrittserklärung.
Ziel des bundesweit
bislang einmaligen Aktionsbündnisses ist es, in enger Kooperation
zwischen den Städten, Gemeinden, Landkreisen sowie den Energieversorgern,
Unternehmen und Experten den Klimaschutz in der Region voranzutreiben.
Rund 2/3 aller Städte und Gemeinden am Südlichen Oberrhein
sind bereits Mitglied der Initiative, die 2006 gemeinsam von
der Handwerkskammer Freiburg und dem Regionalverband Südlicher
Oberrhein ins Leben gerufen wurde. Für Julian Würtenberger
ist die politische Unterstützung des Bündnisses für Klimaschutz
am Oberrhein durch das Regierungspräsidium logisch und zwingend.
Gerade im Zusammenhang mit der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie
der Landesregierung und den Vorbereitungen zu einer Trinationalen
Metropolregion Oberrhein ist die grenzüberschreitende Zusammenarbeit
bei Erneuerbaren Energien, Energieeinsparung und Energieeffizienz
einer seiner Arbeitsschwerpunkte. Dazu gehört auch der Einsatz
für eine "Trinationale Energieagentur am Oberrhein". Sie war
eine der zentralen Forderungen des "Internationalen Wokshops
Klimaschutz am Oberrhein", der von der "Kommission Klimaschutz
der Oberrheinkonferenz" im vergangenen Juli mit Experten aus
Wissenschaft und Wirtschaft im Regierungspräsidium durchgeführt
wurde. Damit soll die Iden-tität des Oberrheinraums als Energie-Vorbildregion
gestärkt werden. Neben dem grenzüberschreitenden Informationsaustausch
über beispielsweise die An-wendung neuer Technologien in der
energetischen Gebäudesanierung ("best practice") sollen grenzüberschreitende
Marktpotentiale für die Wirtschaft erschlossen werden. "Wir
hoffen hier gerade auf positive Signale für die Bauwirtschaft
und die mittelständischen Handwerksbetriebe" so der Regierungspräsident.
Die-se Forderung wurde besonders von der Handwerkskammer unterstützt. "Das
Regierungspräsidium kann sich vielfältig mit Fachwissen und
Erfahrungen in das Klimabündnis "Strategische Partnerschaft"
einbringen, so der Regierungspräsident weiter. Die nachhaltige
Erzeugung von Energie aus Biomasse und die Holzenergie sei
ein Arbeitsschwerpunkt der Forst- und der Landwirtschaftsabteilung
im Regierungspräsidium, zumal bei der Wärmeerzeugung aus Biomasse
gerade die Kommunen die verfügbaren Potentiale noch nicht
ausgeschöpft haben. Beim Ausbau der zukunftsträchtigen Einspeisung
von Biogas ins Erdgasnetz durch die Badenova seien die Fachleute
der Landwirtschafts- wie der Umweltabteilung des Regierungspräsidiums
beratend tätig. "Auch die Wasserkraftnutzung hat bei unserem
Wasserreichtum im Schwarzwald und am Rhein noch weitere Chancen,
so weit es die Rücksichtnahme auf ökologische Belange erlaubt",
so der Regierungspräsident. Auch hier ist seine Umweltabteilung
sowohl beratend als auch als Genehmigungsbehörde zuständig. Die
Abteilung "Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB)
des Regierungspräsidiums ist ebenfalls im Bereich der Erneuerbaren
Energien aktiv: Im vergangenen Herbst hat sie das "Informationssystem
Oberflächennahe Geothermie" der Öffentlichkeit vorgestellt
und im Internet freigeschaltet. Dieses gibt anhand digitaler
Karten anwenderorientiert Hinweise zu Möglichkeiten und Restriktionen
bei Erdwärmesondebohrungen. "Wir müssen alle Möglichkeiten
nutzen, um im Oberrheinraum in Zusammenarbeit von Politik
und Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft aus Klimaschutz-
und aus wirtschaftlichen Gründen für die Verbraucher den Ausbau
der Erneuerbaren Energien, Energieeinsparung und Energieeffizienz
weiter voranzubringen" sind sich Julian Würtenberger, Handwerkskammer-Präsident
Martin Lamm und der Vorsitzende des Regionalverbands Südlicher
Oberrhein, Otto Neideck, einig. Dies sei eine der zentralen
Aufgaben der Metropolregion Oberrhein. Finanzielle Unterstützung
gab es bei der Unterzeichnung durch Badenova-Vorstand Mathias
Nikolay, der den Vertretern des Klimabündnis einen Scheck
über 250.000 EUR aus dem Innovationsfonds Klima- und Wasserschutz
der Badenova übergab. Damit ermöglicht der Innovationsfonds
die Umsetzung von sieben Maßnahmenpaketen u. a. die Veranstaltungsreihe
"Sparen und Wohlfühlen", Projekte für Schulen sowie die Einrichtung
und Durchführung von Expertenforen.
|