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Das neue Distelhäuser Dinkelbier
Eine obergärige Spezialität aus heimischem Urgetreide
Dinkel wird in der Region Tauber-Franken auch "Spelz" oder
"Schwabenkorn" genannt und kann dort auf eine 8.000 Jahre
alte Tradition verweisen. Die neueste Spezialität der Distelhäuser
Brauer basiert auf diesem heimischen Getreide, einer Urform
des heutigen Weizens. Pünktlich zum Beginn der Biergarten-Saison
wird das Distelhäuser Dinkelbier jetzt nach einer Testphase
am Markt eingeführt und ist ab sofort im Ausschank erhältlich.
Schon
Hildegard von Bingen, die 1098 im damals biblischen Alter
von 81 Jahren starb, wusste Dinkel als das "beste Getreidekorn"
zu schätzen. "Wer Dinkel isst, bildet gutes Fleisch", schrieb
die Ordensfrau und Heilkundlerin in ihrem Werk zur Naturmedizin.
Und: "Dinkel führt zu rechtem Blut, gibt ein aufgelockertes
Gemüt und die Gabe des Frohsinns". Ob das wohl der Grund war,
dass sich die Distelhäuser Braumeister im letzten Herbst daran
machten, das erste Dinkelbier der Region zu brauen?
Fest steht jedenfalls: Es dauerte fast ein dreiviertel Jahr,
bis die Brauer aus dem kleinen Dorf mit ihrem Werk zufrieden
waren - gute Dinge brauchen halt ihre Zeit. Jetzt kommt die
neueste Spezialität aus Distelhausen nach einer Testphase
auf den Markt: ein obergäriges Bier, rötlich in der Farbe,
kräftig und gehaltvoll im Geschmack - das ideale Brotzeitbier.
Über die Rezeptur schweigen die Distelhäuser, Brauergeheimnis…
Doch so viel ist zu erfahren: Dank Reinheitsgebot steckt nichts
anderes im Bier als heimischer Dinkelmalz, Gersten- und Karamellmalz,
Hefe, Aroma- und Bitterhopfen und klares Brauwasser.
Die Rohstoffe für das neue Dinkelbier stammen, wie auch bei
allen anderen Distelhäuser Biersorten zu fast 100 Prozent
aus einem Umkreis von weniger als 100 Kilometer um das Dorf.
Denn Stefan Bauer, Inhaber der Distelhäuser Brauerei, setzt
ganz auf die urwüchsige Eigenständigkeit und Qualität von
Erzeugnissen aus der näheren Umgebung seines Heimatortes Distelhausen
im Taubertal. Der Dinkel für "sein" Bier wächst im "Bauland"
um Boxberg heran. Er ist seit mehreren tausend Jahren dort
heimisch und wächst als robuste, anspruchslose Pflanze auch
auf kargen Böden. Weil Dinkel Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße
und Ballaststoffe in idealer Zusammensetzung enthält, ist
das Getreide seit den letzten Jahren wieder sehr gefragt.
Als Grundstoff für Bier wird Dinkel geerntet, gedroschen
und vom Landwirt an die Mälzerei geliefert, die daraus Dinkelmalz
herstellt. Und der hat es durchaus in sich. "Das war eine
echte Herausforderung an unsere Braukunst", sagt Braumeister
Robert Schlagbauer. Ein Grund: Anders als bei Weizen oder
Gerste gibt es keinen speziellen Braudinkel. Alle gängigen
Dinkelsorten enthalten aber relativ viel Eiweiß, das in der
Fachsprache "Kleber" genannt wird. "Die Masse, die während
des Brauvorgangs entsteht, ist relativ zäh und lässt sich
daher nicht wie üblich filtrieren", erklärt er. Überschüssige
Hefe und Trübstoffe müssen daher über eine Zentrifuge ausgesondert
werden. Auch die Farbe des neuen Bieres forderte das ganze
Können der Distelhäuser Brauer. Das Dinkelbier sollte nach
ihrer Vorstellung ähnlich rötlich-braun leuchten wie reife
Dinkelähren. Das gelang schließlich durch den Einsatz verschiedener
Malze und ganz bestimmt nicht durch den Einsatz von Farbstoffen.
Die Mühe hat sich gelohnt. Das Dinkel-Bier aus Distelhausen
hat bereits in der Testphase beim European Beer Star Award
2007 eine Silber-Medaille errungen. Für diesen Wettbewerb
sind besonders authentische Biere gesucht, die die jeweiligen
Sortenkriterien am meisten erfüllen, sowie geschmacklich und
von der Qualität her am meisten überzeugen.
Distelhäuser Dinkelbier in Kürze:
Obergärige Bierspezialität mit natürlicher Hefetrübung
Stammwürze: 14,2 %, Alkoholgehalt: 5,8 vol %$Brennwert 550
Kilokalorien pro Liter
Verwendete Rohstoffe: Brauwasser, Dinkelmalz, Gerstenmalz,
Karamellmalz, Aroma- und Bitterhopfen, Hefe.
Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Distelhäuser Brauerei Ernst Bauer GmbH & Co KG
Frank Störzbach
Grünsfelder Str. 3
97941 TBB-Distelhausen
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