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Dossier Bodensee
Radolfzell ist Erholungsort
Freiburger Regierungspräsident Julian Würtenberger
verleiht der Stadt Radolfzell das Prädikat "Erholungsort"
(rpf) Am 30.09.2008 erhielt die Stadt Radolfzell vom Freiburger
Regierungspräsidenten Julian Würtenberger das Prädikat „Erholungsort“.
Der Stadtteil Mettnau mit dem traditionsreichen Therapiezentrum
Mettnau-Kur wurde bereits 1966 als Kneipp-Kurort anerkannt.
Seit 1974 führt auch der Stadtteil Markelfingen das
Prädikat „Erholungsort“.
Der Fachausschuss für die Anerkennung von Luftkur-
und Erholungsorten beim Regierungspräsidium Freiburg
besichtigte am Vormittag Radolfzell mit seinen Stadtteilen.
Die Mitglieder mit je einem Vertreter des Deutschen Wetterdienstes,
des Gemeindetages, des Hotel- und Gaststättenverbandes
und des Städtetags haben sich davon überzeugt,
dass in Radolfzell (mit Ausnahme des Stadtteils Böhringen
wegen der Verkehrsbelastung) die Voraussetzungen für
die Anerkennung als Erholungsort gegeben sind. Grundlage
war ein positives Klimagutachten des Deutschen Wetterdienstes.
Positiv sind aber auch die vielen touristischen Sehenswürdigkeiten
wie das spätgotische Münster, das Stadtmuseum,
das österreichische Schlösschen, die Wehrtürme
und die Galerie Villa Bosch. Die Stadt bietet ein reichhaltiges
kulturelles Angebot wie Altstadtfest, Kulturnacht sowie vielfältige
Möglichkeiten der sportlichen Betätigung wie Wandern,
Nordic Walking, Radfahren sowie ein breites Wassersportangebot.
„Ich freue mich, dass mit Radolfzell eine weitere
Gemeinde in unserer Region dieses begehrte Prädikat
erhalten hat“, so Regierungspräsident Julian Würtenberger
in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Fachausschusses, „zumal
wir die Bemühungen der Kommunen um den Tourismus nach
Kräften unterstützen. Der Tourismus ist gerade
hier am Bodensee ein wichtiger Wirtschaftszweig.“ Die
Anerkennung als Erholungsort ist für ihn nicht nur Bestätigung
für erbrachte Leistungen, sondern zugleich ein Ansporn
für die Zukunft. Bei der Stadtbesichtigung habe er sich
davon überzeugen können, dass mit Hilfe der Städtebauförderung
und der Denkmalpflege wesentliche Verbesserungen erzielt
wurden. Andere, zukunftsweisende Maßnahmen wie der
ungehinderte Zugang zum Bodensee in der Kernstadt und die
weitere Entwicklung des Herzen-Geländes stehen noch
an.
Der Regierungspräsident nutzte die Gelegenheit, um
sich bei einem Stadtrundgang auch ein Bild von gelungenen
Maßnahmen der städtebaulichen Erneuerung zu verschaffen;
dazu gehören insbesondere die Umnutzung der ehemaligen
Vauban-Kaserne zu einem attraktiven und erfolgreichen Gewerbegebiet
und die Neugestaltung des Bereichs „Güttinger
Straße“ mit der Modernisierung und Erweiterung
des Milchwerkes. Das Land Baden-Württemberg hat der
Stadt Radolfzell für ihre Sanierungsmaßnahmen
bisher insgesamt rd. 15 Mio Euro zur Verfügung gestellt,
dazu kommen aus Mitteln der Landesstiftung Baden-Württemberg,
der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und aus Toto-Lotto-Mitteln
weitere namhafte Beträge für Stadtapotheke/Stadtmuseum.
Außerdem konnte 2008 die Sanierungsmaßnahme „Stadt-Bahn-See“ mit
einer Finanzhilfe von 2. Mio. Euro in das Bund-Länder-
Sanierungsprogramm „Stadtumbau-West“ aufgenommen
werden. „Die Stadt hat die Gunst der Stunde genutzt
und ergreift die wohl einmalige Chance, durch eine Neuordnung
des Bahnhofsareals und den Bau einer neuen Unterquerung den
Bodensee wieder näher an die Altstadt zu rücken“,
so der Regierungspräsident.
Bild: Radolfzell, spätgotisches Münster (N.N., Wikimedia
Commons)
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