Nachrichten aus dem Verein

Landesverein Badische Heimat e.V.

11.5.15

11.5.2015 – Buchvorstellung »Karlsruhe - aufgefächert« bei der BGV in Karlsruhe

Der Landesverein Badische Heimat und die Unternehmensgruppe BGV / Badische Versicherungen luden am 11. Mai zur Vorstellung des Buches »Karlsruhe – aufgefächert« ein. Rund 260 Gäste folgten der Einladung in den Lichthof der BGV. Der Band, opulent ausgestattetes und gebundenes Doppelheft der Zeitschrift des Vereins, stellt zum 300. Geburtstag der Stadt Karlsruhe die Kultur der Fächerstadt vor: staatliche und städtische Kultureinrichtungen von der Akademie der Bildenden Künste bis zum Zentrum für Kunst- und Medientechnologie.

Zu Beginn begrüßte der Vorstandsvorsitzende des Badischen Gemeindeversicherungs-Verbands, Heinz Ohnmacht, die Gäste und drückte seine Freude aus, dass so viele seiner Einladung in die Firmenzentrale gekommen seien. Er hob die gemeinsame Arbeit von Badischer Heimat und BGV an den Idealen, die sich mit „Heimat“ und „Stabilität“ verbinden und die lange Verbundenheit seines Unternehmens mit dem Verein und dessen Zielen hervor. „Die Buchpräsentation ist ein willkommener Anlass, rechtzeitig vor dem Start der offiziellen Jubiläumsfeierlichkeiten einen Teil zum 300. Stadtgeburtstag beizutragen“, sagte Ohnmacht.

Karlsruhes OB Dr. Frank Mentrup begann sein Grußwort mit einer Einschätzung von Geburtstagsgeschenken: „Dinge zum Essen sind schnell aufgegessen, Getränke schnell ausgetrunken. Einige der Geschenke sind jedoch noch lange über den Geburtstag hinaus von Bedeutung, und man nimmt sie gerne wieder in Hand.“ Das seien bei Stadtjubiläen die Bücher, die sich mit der Entwicklung der Stadt auseinandersetzen – „und im allerbesten Fall auch Perspektiven für die Zukunft aufzeigen.“

Im Folgenden hob er heraus, dass sich die 40 Einzelartikel im Jubiläumsband nicht nur mit der Geschichte und der Gegenwart der Fächerstadt beschäftigten, sondern auch einen Blick in die Zukunft wagten.

Die Badische Heimat, so Dr. Mentrup weiter, habe mit ihren Veröffentlichungen zu Karlsruhe bereits eine lange Tradition. Schon kurz nach der Gründung des Vereins, im Kriegsjahr 1916, erschien ein 56-Seiten-Heft mit einem Überblick über die Geschichte der Stadt, einer Beschreibung der Großherzoglichen Sammlung für Altertums- und Völkerkunde sowie ein Aufsatz über die Karlsruher Mundart. Bis 1990 erschienen dann weitere vier Sonderhefte mit insgesamt 90 Aufsätzen auf 780 Seiten. „Damit ist die Badische Heimat eine bedeutende Vermittlerin Karlsruher Geschichte und Kultur im gesamten Badische Raum und auch darüber hinaus“, sagte Dr. Mentrup.

Der OB schloss: „Ich bin mir sicher, der Band wird den Leserinnen und Lesern neue Zugänge zu unserer Stadt vermitteln und Lust darauf machen, sich mit der Kultur der eigenen Stadt zu beschäftigen.“

Abschließend würdigte das Stadtoberhaupt auch die Arbeit der Karlsruher Regionalgruppe als einen wichtigen Beitrag in der Auseinandersetzung mit Themen der Gegenwart und der Zukunft.

Dr. Sven von Ungern-Sternberg begrüßte die Gäste, die zu dieser Ausbreitung des reichen Kulturfächers gekommen waren. In seinen Dankadressen wurde die gesamte Vielfalt aller an diesem Werk Beteiligten deutlich. Er dankte ausdrücklich

  • Heinz Ohnmacht, dem Hausherrn des BGV, auch für die langjährige Unterstützung der Badischen Heimat und ganz besonders für die großzügige Einladung,
  • der Stadt Karlsruhe, besonders dem Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, für die Unterstützung der Arbeit und für das exzellente Miteinander, dem OB für das Grußwort und den Beitrag im Buch selbst,
  • dem Karlsruher Kulturbürgermeister Wolfram Jäger, der der Badischen Heimat im Beirat verbunden ist,
  • Susanne Asche, der Chefin des Kulturamts,
  • dem ehemaligen OB der Stadt, Heinz Fenrich, in seiner Amtszeit ein verlässlicher Förderer der Badischen Heimat,
  • dem Mann, der für die Konzeption und die editorischen Gestaltung des Bands verantwortlich und seit einem Drittel Jahrhundert Chefredakteur der Badische heimat ist – Heinrich Hauss,
  • Dorothee Kühnel und Dr. Anna Gräfin zu Stolberg für das Management des Projekts und das verlässliche professionelle Lektorat,
  • den Autoren, einer beeindruckenden Riege von hochkarätigen Frauen und Männern, die dem Buch sein unverwechselbares Gepräge geben – 3 unter ihnen besonders erwähnt, weil sie gewissermaßen aus dem „eigenen Stall“ der Badischen Heimat kommen:
    • Erwin Vetter, Landesminister, langjähriger OB in Ettlingen
    • Prof. Paul-Ludwig Weihnacht (Die Sinnhaftigkeit des Stadtgeburtstags)
    • Hans-Jürgen Vogt (über die ganz schön aufgeweckte Regionalgruppe Karlsruhe)
  • den Anzeigenkunden, die mit ihren Anzeigen das Buch bereichern und eine willkommene Finanzierungshilfe gaben – allen voran dem Vorstand des Badischen Kunstvereins, Dr. Bernhard Schareck, für Rat und Hilfe über sein persönliches Netzwerk,
  • dem Rombach-Verlag und dem Verlagsleiter Dr. Torang Sinaga für die professionelle und harmonische Zusammenarbeit,
  • schließlich allen, die zu dieser Buchpräsentation gekommen waren.

Zum Schluss seiner Rede hob Dr. v. Ungern-Sternberg noch hervor, dass im modernen Zeitalter allumfassender Elektronik und des EBooks die Schriftenreihe der Badischen Heimat und speziell dieser neue Band ein Bekenntnis ablege „zum traditionell gedruckten Wort, zum gebundenen Buch und zur bibliophilen Ausgabe in anspruchsvoller Qualität“. Er gab seiner Überzeugung Ausdruck, dass auch „ein künftiges Bildungsbürgertum Freude an gut gemachten Büchern haben wird“. Dafür wolle sich auch künftig die Badische Heimat mit ihrem Schriftgut einbringen. Was den Heimatbegriff angehe, erfahre in der global vernetzten Welt von morgen eine Renaissance. Die weltweit vernetzte neue Unübersichtlichkeit mehre den Wunsch nach Übersichtlichkeit, nach Vertrautheit und nach Geborgenheit – „eben nach Heimat“.

Was das „Badische“ angehe, sei – so der Landesvorsitzende weiter – sei das Bundesland Baden-Württemberg gut beraten, nicht den Zentralismus zu verstärken und regionale Verschiedenheiten einzuebnen, sondern die lokalen und regionalen Identitäten auszubauen und die kommunale und regionale Selbstverwaltung zu stärken. Die Stärke des Landes liege in der Vielfalt. Wenn die badischen Traditionen entlang des Rheins angesprochen würden, habe Karlsruhe auch eine unbestrittene Vorrangstellung. Im Sport und in andren Bereichen gilt die Liedzeile „In Karlsruh ist die Residenz“.

Dr. v. Ungern-Sternberg schloss seine Rede mit einem Blick auf den Fußballsport: Als Freiburger hoffe er, dass der Freiburger SC den Klassenerhalt schafft. Den Karlsruhern wünsche er viel Glück und den Aufstieg, so dass der Weg frei ist zu einem klassischen badischen Derby zwischen Karlsruhe und Freiburg – „aber nicht in der 2. Liga, sondern erstklassig“.

Bild: Schloss Bruchsal, Gartenseite
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