|
22.6.09
Festakt der Landesregierung „100
Jahre Schwäbischer Heimatbund und 100 Jahre Badische
Heimat“
Ministerpräsident Günther H. Oettinger:
Schwäbischer Heimatbund und Badische Heimat vertreten
traditionsgebundenes und zugleich weltoffenes Verständnis
und Bewusstsein von Heimat
(stmin) „Der Schwäbische Heimatbund und die Badische
Heimat feiern in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen
und können auf eine bewegte Geschichte zurückblicken.
Bis heute vertreten sie ein Verständnis und ein Bewusstsein
von Heimat, das unserem Land und seinen Bürgerinnen
und Bürgern entspricht - nämlich traditionsverbunden
und zugleich weltoffen zu sein“, betonte Ministerpräsident
Günther H. Oettinger anlässlich des Jubiläumsfestakts
der Landesregierung für beide Vereine am Samstag (27.
Juni 2009) im Stuttgarter Neuen Schloss. „Sie erhalten
das Bewahrens- und Schützenswerte unserer Traditionen
und beteiligen sich zugleich aktiv an der Gestaltung unserer
gemeinsamen Zukunft“, erklärte Oettinger.

Ministerpräsident Günther Oettinger bei der
Festansprache
Der Schwäbische Heimatbund und die Badische Heimat
setzten sich für den Schutz der Natur, die Pflege der
Landschaft, die Sicherung der Denkmalpflege, die Förderung
der Landeskunde und der Landesgeschichte, der Volks- und
Heimatkunde sowie der Kunstgeschichte ein, erläuterte
Oettinger. Die Vereine hätten durch kompetente und erfolgreiche
Bildungsarbeit das Wissen um Wert und Bedeutung der Heimat
wach gehalten und viele Menschen davon überzeugen können,
selbst etwas für Erhalt und Pflege heimatlicher Natur
und Kultur zu tun. Ihr Engagement zeige sich daneben in den
vielen Publikationen wie den vierteljährlich erscheinenden
Verbandszeitschriften „Badische Heimat“ und „Schwäbische
Heimat“. Neben Aufsätzen zu landeskundlichen Themen,
neuesten Ergebnisse der landeskundlichen Forschung und biografischen
Beiträgen enthielten sie Stellungnahmen zu aktuellen
politischen Themen, sagte der Ministerpräsident.
„Der Staat kann mithelfen, das Interesse der Menschen
an ihrer Heimat wach zu halten“, betonte Oettinger.
Baden-Württemberg stelle daher zur Förderung der
Heimatpflege jährlich über 500.000 Euro bereit.
Hinzu kämen rund 47 Millionen Euro, die die Denkmalstiftung
in den vergangenen Jahren für 1.100 Projekte zur Verfügung
gestellt habe. „Damit würdige das Land den Einsatz
der rund eineinhalb Millionen Bürgerinnen und Bürgern,
die sich in Geschichtsvereinen, in Trachten- und Heimatvereinen,
in Musikvereinen, Faschingszünften, im Schwäbischen
Albverein, dem Schwarzwaldverein oder dem Odenwaldverein
der Heimatpflege widmen“, erklärte Ministerpräsident
Oettinger.

Handschlag zwischen dem Badische-Heimat-Mitglied Günther
Oettinger und dem Vereinspräsidenten Dr. Sven v. Ungern-Sternberg
nach dessen Ansprache. Rechts neben Öttinger der Vorsitzender
des Schwäbischen Heimatbunds, Fritz-Eberhard Griesinger.

Anstoßen auf die Doppelmitgliedschaften: Ministerpräsident
Günther Oettinger, der Präsident der Badischen
Heimat Dr. Sven v. Ungern-Sternberg und der Vorsitzende
des Schwäbischen Heimatbunds Fritz-Eberhard Griesinger,
alle drei Mitglieder in beiden Vereinen. Alle drei im Übrigen überzeugte
Baden-Württemberger und ohne Berührungsängste,
was Schwaben, Württemberg und Baden angeht.
|