Landesverein Badische Heimat e.V.

Badische Heimat - das Online-Magazin

2/2015

Denkmalreise 2015

Mit dem Staatssekretär im Wirtschafts- und Finanzministerium Peter Hofelich zu herausragenden Objekten der Denkmalpflege im Land

Alljährlich unternimmt der Staatssekretär im Wirtschafts- und Finanzministerium eine Reise zu besonderen Objekten der Denkmalpflege im Land, um auf Notwendigkeit und Erfolg der denkmalpflegerischen Arbeit hinzuweisen. Diesmal hatte Staatssekretär Peter Hofelich (SPD) eingeladen. Mit von der Partie sind regelmäßig hochrangige Vertreter des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, Vertreter der örtlichen Denkmalpflegebehörden, Vertreter der jeweiligen Kommunen, Landtagsabgeordnete, Vertreter der Presse - und Repräsentanten der Schwäbischen und der Badischen Heimat.

Die Badische Heimat war am ersten und am vierten Tag in den Regierungspräsidien Stuttgart bzw. Karlsruhe mit dabei.

Das Programm:

Regierungsbezirk Stuttgart | Tübingen | Freiburg | Karlsruhe

Schloss Liebenstein. 74382 Neckarwestheim (Kreis Heilbronn)

Die Burg- und Schlossanlage Liebenstein liegt südlich von Neckarwestheim auf einem schmalen, steil abfallenden Bergrücken. Sie geht auf eine im ausgehenden 12. Jahrhundert von den Herren von Liebenstein gegründete Burganlage zurück, von der Bergfried und Ringmauer anschaulich erhalten sind. Die Burganlage wurde um 1600 zur repräsentativen Schlossanlage mit Schlosskapelle umgebaut. Die 1599 vom Heilbronner Baumeister Jacob Müller errichtete Schlosskapelle mit plastisch gestaltetem Schmuckgiebel und reicher Innenausstattung ist ein bedeutendes Zeugnis der Frührenaissance.

Schloss LIebenstein: Das Obergeschoss der Scheune im Bereich der Unterburg wird derzeit zu einem Raum für Tagungen oder Feiern ausgebaut.
Das Obergeschoss der Scheune im Bereich der Unterburg wird derzeit zu einem Raum für Tagungen oder Feiern ausgebaut.

Historische Hofgärten 74613 Öhringen (Hohenlohekreis)

Die historischen Gärten werden - neben dem Weltkulturerbe Limes - Bestandteil der Landesgartenschau Baden-Württemberg 2016 in Öhringen sein. Es handelt sich um den Hofgarten derer von Hohenlohe- Öhringen, neben den Umgestaltungsmaßnahmen für die Landesgartenschau 2016 kann auch das Hoftheater sowie die Orangerie besichtigt werden.

Hofgut Cappel in ÖhringenDas in Privatbesitz befindliche Hofgut im Ortsteil Cappel mit seinem Palais und seiner historischen Gartenanlage des 18. Jahrhunderts (Bild rechts) ist ebenfalls Teil der Landesgartenschau. Der Garten zeigt nach behutsamer Rekonstruktion inzwischen wieder seine historischen Qualitäten, die historischen Gartenterrassen wurden instand gesetzt, ebenso die ehern. Stallscheune. Zwischen beiden Stationen liegt das UNESCO-Welterbe Limes mit seiner Inszenierung im Rahmen der Landesgartenschau als rotes Band in der Landschaft.

Auf der Reisestation wird im Hofgut Cappel auch die ehemalige Stallscheune besichtigt, in der 2016 die Ausstellung „GartenTräume - GrenzRäume" des Landesamtes für Denkmalpflege stattfinden wird. Neben allgemeinen Informationen zur Denkmalpflege in Baden-Württemberg wird die geplante Ausstellung vor allem die archäologische Denkmalpflege und die Gartendenkmalpflege anhand der Kulturdenkmale UNESCO- Welterbe Limes (Motto: „Der Limes blüht auf") sowie der beiden historischen Gartenanlagen (Hofgarten Öhringen und Hofgutgarten Cappel) thematisieren. Der Ausstellungsort ist selbst ein Kulturdenkmal. Es handelt sich um die authentisch erhaltene ehemalige Stallscheune des Hofguts Cappel aus dem 19. Jahrhundert.

Das Obergeschoss der Scheune im Bereich der Unterburg wird derzeit zu einem Raum für Tagungen oder Feiern ausgebaut.
Die ehemalige Orangerie im Schlosspark Öhringen

Keltisches Qppidum „Burgstall". 97993 Creglineen-Finsterlohr (Main-Tauber-Kreis) 

Spätkeltische befestigte Siedlung („Oppidum"), eine über 120 ha große Befestigungsanlage aus dem 2. bis 1. Jh. v. Chr. Teile ihrer Holz-Stein-Erde-Umwehrung sind bis heute als mehrere Meter hohe Wall-Graben- Systeme erhalten. Im Westen ist die hier als Doppelwall ausgebildete 1,6 km lange Befestigung als eindrucksvolles Geländedenkmal obertägig besonders gut sichtbar. Im Inneren sind mehrfach Siedlungsspuren auch älterer Zeitepochen nachgewiesen. Die Anlage wird als Refugium in Krisenzeiten für die Bevölkerung des Umlandes gedeutet. Das ausgedehnte Geländedenkmal ist frei zugänglich und wird über einen archäologischen Lehrpfad erschlossen. Ein Teil des Hauptwalles der westlichen Befestigungsanlagen konnte bereits vor über 20 Jahren in öffentliches Eigentum überführt und so aus der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung genommen werden. Exemplarische Fundstelle, an der das Projekt „Archäologie und Landwirtschaft" vorgestellt werden kann.

Wohnstallhaus. Baudokument der Hauslandschaft im Landkreis Schwäbisch-Hall aus dem 17. Jahrhundert. 74592 Kirchberg/Jaest-Diembot (Kreis Schwäbisch Hall)

Sanierung eines im 16. / 17. Jahrhundert erbauten und gut überlieferten Wohnstallhauses. Häufig können diese wertvollen Dokumente der ländlichen Hausarchitektur nicht mehr gerettet werden, die Verlustquote ist sehr groß. So steht die Reisestation beispielhaft für ein Engagement, das zur Rettung und zum Erhalt historischer Ortskerne insbesondere im ländlichen Raum dringend notwendig ist.
Die umgesetzten Instandsetzungsarbeiten dienen dem langfristigen Erhalt des Kulturdenkmals. Positiv ist beispielsweise der Erhalt der noch intakten, tradierten Putz- und Fassungsoberflächen.

Basistexte: Landesamt für Denkmalpflege

Bild: St. Peter im Schwarzwald
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