Landratsamt
Ortenaukreis plant über 20 Aktionen und Veranstaltungen
zum „Jahr der Wälder“
Das Jahr 2011 wird für die Waldbesitzer und Förster
im Ortenaukreis ein besonderes Jahr. Die Vereinten Nationen
haben 2011 zum Internationalen Jahr der Wälder erklärt,
um einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Wälder
weltweit zu leisten. Auch das Amt für Waldwirtschaft
im Landratsamt Ortenaukreis hat in diesem Jahr über
20 Aktionen und Veranstaltungen zum Thema Wald geplant. „Der
Ortenaukreis ist mit über mit über 90.000 Hektar
waldreichster Landkreis Baden-Württembergs. Auch wirtschaftlich
hat die Forst- und Holzwirtschaft bei uns eine große Bedeutung“, betonte Edwin Dreher,
Leiter des Dezernats Ländlicher Raum im Landratsamt
Ortenaukreis, bei der Vorstellung des Programms.
„Die nachhaltige und naturnahe Bewirtschaftung unserer
Wälder durch Waldbesitzer und Förster“, so
Dreher, „ist ein entscheidender Beitrag zur Lösung
drängender Zukunftsfragen.“ Dabei werde umweltfreundlich
und mit kurzen Wegen einheimisches Holz als wertvoller Rohstoff
und Energieträger produziert. Naturnahe Waldwirtschaft
sei zudem praktizierter Klimaschutz.
Eine große Anzahl von Waldbiotopen und großflächigen
Schutzgebieten seien der aktive Beitrag zur Erhaltung der
Schutzfunktionen unserer heimischen Wälder. Dreher: „Wald
ist mehr als eine Summe von Bäumen. Er ist für
uns Kulturerbe.“ Die Veranstaltungen spiegeln denn
auch die verschiedene Funktionen des Waldes wieder. Zahlreiche
Aktionen weisen deshalb auf die Funktion des Waldes als Rohstofflieferant
hin. So plant das Amt für Waldwirtschaft, beim Landratsamt
Ortenaukreis und in vielen Gemeinden fünf Meter lange
Bänke aus Tannenholz aufzustellen. Am 14. und 15. Mai
finden in Zusammenarbeit mit den Gewerbevereinen mehrerer
Kinzigtäler Gemeinden die Wolftäler Holztage statt.
Vor allem eine Pflanzaktion mit Schülern in zahlreichen
Gemeinden des Ortenaukreis soll auf die Bedeutung einer nachhaltigen
Holzproduktion hinweisen. Zum Start der Aktion werden Landrat
Frank Scherer und Oberbürgermeisterin Edith Schreiner
am 31. März im Stadtwald Offenburg gemeinsam mit Schülerinnen
und Schülern Bäume pflanzen.
Die Boden- und Wasserschutzfunktion der Wälder wird
im Herbst im Rahmen eines Aktionstages „Wald und Wasser“ vorgestellt.
Der Wald gewinne als Lebens- und Rückzugsraum für
seltene und bedrohte Tier- und Pflanzenarten vermehrt an
Bedeutung, so Dreher. Dabei spielten vor allem die Auewälder
eine wichtige Rolle. Im Herbst wird die interessierte Bevölkerung
im Naturschutzgebiet „Taubergießen“ viele
Details zur Naturschutzfunktion der Wälder erfahren
können. Von insgesamt 90.400 Hektar Wald im Ortenaukreis
sind 11.000 Hektar Landschaftsschutzgebiete, 2.400 Hektar
Naturschutzgebiete und über 22.000 Hektar Vogelschutzgebiete.
Einheimische und Touristen nutzen den Wald zur Erholung
und zu sportlichen Aktivitäten. Auch die Erholungsfunktion
kommt in dem Veranstaltungsprogramm deshalb nicht zu kurz.
Am 26. Juni veranstaltet das Amt für Waldwirtschaft
zusammen mit verschiedenen Ortsgruppen des Schwarzwaldvereins
eine Sternwanderung zum Moosturm. Am 11. September führt
eine Sternfahrt von Mountainbikern ebenfalls zu diesem markanten
Ziel.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Ausstellung „Waldkultur“ vom
14. bis 22.
Juli im Landratsamt Ortenaukreis in Offenburg. Exponate mit Informationen zum
Wald als Kulturerbe werden dabei umrahmt von Holzskulpturen einheimischer Künstler.
Ewald Elsäßer, Leiter des Amts für Waldwirtschaft: „Die
Aktionen zum Internationalen Jahr der Wälder sind ein
einmaliges Angebot für unsere Bürgerinnen und Bürger,
den Wald in allen Facetten kennen zu lernen.“ Elsäßer
und sein Team koordinieren die Aktionen mit Waldbesitzern,
Gemeinden sowie dem holzbe- und verarbeitenden Gewerbe. |