100
Badische Jahre
Nach zwei Stationen in Südbaden kehrt die Wanderausstellung
zum 100. Geburtstag der Badischen Heimat jetzt nach Nordbaden
zurück und wird zunächst in Schwetzingen, dann
in Ladenburg gezeigt.
Zur Eröffnung - in gleichermaßen gewohnter und gekonnten
Manier musikalisch begleitet von Prof. Helmut Lörscher und
seinen Badnerlied-Variationen (auf frühere Ausstellungsvernissagen
sei verwiesen) - lud Dr. Volker Kronemayer als für die Schwetzinger
Regionalgruppe und die Ausstellungsorganisation Verantwortlicher
nicht nur den Vereinspräsidenten Dr. Sven v. Ungern-Sternberg,
sondern auch Schwetzingens OB Dr. René Pöltl und Ex-Finanzminister
(und Ex-OB) Gerhard Stratthaus, sowie den Alt-Archäologen
Schwetzingens Karl Fichtner und den Badische-Heimat-Aktivisten
Dieter Burkard zum Gespräch über "Heimat heute". Die Runde
wurde moderiert von Gundula Sprenger, M.A., Leiterin der
Volkshochschule Schwetzingen.

Ex-Finanzminister Gerhard Stratthaus, MdL (links), Vereinspräsident
Dr. Sven v. Ungern-Sternberg
und Schwetzingens OB Dr. René Pöltl (rechts) bei der Talkrunde
Alle Gesprächspartner waren sich einig, dass "Heimat" heute,
mehr denn je, eine Herausforderung ist, die sich nicht mit
Klischees abspeisen lässt, und dass "Baden" und "Badische
Identität" keineswegs von Altbackenheit und Separatismus
geprägt sind. Karl Fichtner, der Ausgräber von Bandkeramik
und Merowingerzeit in Schwetzingen, nutzte die Gelegenheit,
den Bogen zu schlagen von der Herausforderungen des Heimatbegriffs
zu den Arbeiten im "Untergrund" der Schwetzinger Geschichte
und Identität, ohne die eine Lokalgeschichte immer nur Stückwerk
bliebe.

Karl Fichtner im Gespräch mit der Leiterin der Volkshochschule,
Gundula Sprenger
Im "Geiste" mit von der Runde, und für seinen Einsatz für
die Lokalgeschichte ausdrücklich gewürdigt, war der bereits
seit längerem verstorbene Karl Wörn, Gründer der Regionalgruppe
Schwetzingen der Badichen Heimat und Pionier des Heimatmuseums,
das heute seinen Namen trägt. Er war der Organisator, der
führende Kopf, der seine MItbürhger zu begeistern wusste.
Und die Badische Heimat in Schwetzingen bewahrt sein Erbe
und hält sein Andenken hoch.
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