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Ökologie & Natur
Junge Visionen zur Zukunft des Waldes
Junge Erwachsene identifizieren zentrale Aufgaben im Umgang
mit der Ressource Wald und fordern die Einführung des
Unterrichtsfaches Umweltbildung. Ergebnisse der Jugendkonferenz "Zukünfte
und Visionen Wald 2100" jetzt online verfügbar.
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Die Einführung des Unterrichtsfaches Umweltbildung kann
den Respekt und das Verständnis im Umgang mit der Ressource
Wald fördern", so die etwa 100 jugendlichen Teilnehmer
der Konferenz "Zukünfte und Visionen Wald 2100".
Diese fand im Herbst letzten Jahres in Berlin statt. Die
Ergebnisse sind nun dokumentiert.
Waldexperte Gregor Beyer vom Naturschutzbund Deutschland: "Durch
die zunehmende Nachfrage nach dem Rohstoff Holz kommt es
in den kommenden Jahren und Jahrzehnten zu einer verstärkten
Nutzung der Wälder." Davon ausgehend forderten
die jungen Erwachsenen ein ausgewogenes Miteinander von wirtschaftlichen
Interessen sowie Natur-, Umwelt- und Artenschutz. Die Jugendlichen
wollten vor allem die Vielfalt des Waldes gesichert wissen. "Wichtig
ist uns darüber hinaus eine aktive Anpassung an den
Klimawandel", so Tobias Lassen, Konferenzteilnehmer
und Absolvent des Freiwilligen ökologischen Jahres am
Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW).
"Ich bin beeindruckt, wie präzise die Jugendlichen
ihre Forderungen formuliert haben", so Dr. Andreas Kleinschmit
von Lengefeld von der in Brüssel ansässigen Forest-Based
Sector Technology Platform. Auch Dr. Dorothea Schemme vom
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) ist von der
Arbeit der Jugendlichen angetan: "Ich kann mich den
vorgebrachten Forderungen nur anschließen. Wir werden
vor allem die berufsrelevanten Inhalte aufgreifen." Die
anwesenden Lehrkräfte zeigten sich in erster Linie vom
Ansatz der Konferenz überzeugt. Harry Funk, Lehrer an
der Bettina-von-Arnim-Schule: "Erstmalig konnte bei
den Schülern ein Gespür für Zukunftsvisionen
entwickelt werden. Im Schulalltag überwiegen sonst eher
historische Ansätze."
Es diskutierten Schülerinnen und Schüler von allgemeinbildenden
Schulen, Auszubildende aus Holz- und Waldberufen, Absolventen
des Freiwilligen ökologischen Jahres (FÖJ) sowie
Studierende der Forstwirtschaft. Die Jugendlichen waren im
Alter zwischen 16 und 24 Jahren.
Die Jugendkonferenz fand im Rahmen des Forschungsprojektes "Zukünfte
und Visionen Wald 2100" statt. Finanziert wurde sie
vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
im Rahmen des Förderschwerpunktes "Nachhaltige
Waldwirtschaft". Organisatoren der Veranstaltung waren
das Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung
(IZT) sowie das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung
(IÖW).
Eine ausführliche Dokumentation der Konferenz findet
sich auf der Projekthomepage www.waldzukuenfte.de.
Kirstin Wulf, Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation
Institut für ökologische Wirtschaftsforschung gGmbH |