Landesverein Badische Heimat e.V.

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2/2008

Ökologie & Natur

Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz bekräftigen Zusammenarbeit bei Klimaforschung

Kooperationsprojekt KLIWA wird fortgesetzt

Neuer Forschungsschwerpunkt: Auswirkungen des Klimawandels auf die Grundwasserneubildung - Umweltministerin Gönner: Der natürliche Wasserhaushalt wird sich verändern

30.09.2008 Bei der Sitzung der Landesregierungen von Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg in Ettlingen (Landkreis Karlsruhe) am 30. September bekräftigten die Länder, ihre Zusammenarbeit bei der Klimaforschung weiter fortzusetzen.

"Es gibt noch zahlreiche ungeklärte Fragen, wie sich der Klimawandel konkret auf den natürlichen Wasserhaushalt und in der Folge auf die Wasserwirtschaft auswirken wird. Wir wollen deshalb gemeinsam das Kooperationsprojekt KLIWA fortsetzen", erklärte Baden-Württembergs Umweltministerin Tanja Gönner. Mit dem auch von Bayern und dem Deutschen Wetterdienst unterstützten Projekt KLIWA (Klimaveränderungen und Konsequenzen für die Wasserwirtschaft) sei es bereits gelungen, Modelle zu entwickeln, die eine Prognose der zu erwartenden Veränderungen im Hochwassergeschehen ermöglichten. Bei Hochwasserschutzprojekten werde seither bereits ein Lastfall Klima berücksichtigt, um auch für die Zukunft gerüstet zu sein."Es bestätigt sich, dass die Hochwassergefahren weiter steigen", erklärte Baden-Württembergs Umweltministerin Tanja Gönner.

Im kommenden Jahr solle insbesondere die in der Zukunft zu erwartende Grundwasserneubildung erforscht werden, erläuterte Gönner. "Der natürliche Wasserhaushalt wird sich deutlich verändern. Es stellt sich die Frage, ob in den niederschlagsreichen Wintermonaten genügend Grundwasser gebildet wird, um längere Trockenperioden im Sommer zu überbrücken." Außerdem solle untersucht werden, wie künftig siedlungswasserwirtschaftliche Anlagen wie Kläranlagen und Abwasserkanäle dimensioniert werden müssen, um den veränderten Zu- und Abflüssen Rechnung zu tragen. "Wir müssen uns auf größere Schwankungen einstellen. Das bedeutet neue Herausforderungen an die Infrastruktur und auch die Technik", so Gönner.

Nach den aktuellen Auswertungen des Forschungsprojekts habe sich die Jahresmitteltemperatur in Süddeutschland im Zeitraum von 1931 bis 2005 bereits um ein Grad erhöht. Weiterhin zeige sich ein Trend zu deutlich höheren Niederschlagsmengen im Winterhalbjahr mit Zunahmen von bis zu 30 Prozent sowohl beim mittleren Niederschlag als auch bei den Starkniederschlägen.

Neue Forschungsergebnisse sollen beim dann 4. KLIWA-Symposium im Herbst 2009 in Rheinland-Pfalz vorgestellt werden.

[vom Umweltministerium Baden-Württemberg]


Bild: Schwetzingen, Zirkelbau
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