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Dossier: Kunstausstellungen im Land
und in der Nachbarschaft
Saul Steinberg. Schrift in Bildern
Die Ausstellung „Saul Steinberg. Schrift in Bildern“ bildet
den Auftakt einer Ausstellungsreihe, die das Museum Tomi
Ungerer - Internationales
Zentrum für Illustration der Geschichte der Illustration
im 20. Jahrhundert widmet. Der aus Rumänien stammende
amerikanische Künstler Saul Steinberg (1914-1999) ist
in der breiten Öffentlichkeit vor allem für seine
Cartoons bekannt, die 60 Jahre lang in der Zeitschrift The
New Yorker erschienen. Die Ausstellung zeigt neben Originalwerken
des Künstlers erstmals auch Archivdokumente, die ausschließlich
aus europäischen privaten und öffentlichen Sammlungen
stammen.
Saul Steinberg gilt als herausragender Zeichner. „Sie
zeichnen wie ein König“, schrieb ihm einmal Le
Corbusier. Der in Rumänien geborene Künstler flüchtete
vor dem erstarkenden Faschismus in die Vereinigten Staaten.
Er ließ sich in New York nieder, wo er für Werbezwecke
und Presse zeichnete.
Einen Namen machte er sich vor allem mit seinen zahlreichen
Cartoons für den New Yorker. Schon 1946 wurden Werke
von Saul Steinberg im Metropolitan Museum gezeigt.
Die Ausstellung im Tomi-Ungerer-Museum veranschaulicht Steinbergs
auf das Wesentliche konzentrierten, pointierten Stil, den
der Künstler in unterschiedlichen grafischen Techniken
umsetzte. Durch das Einfügen von Symbolen und kalligrafischen
Zeichen bilden seine Werke eine regelrechte „visuelle
Schrift“, für den Kunstkritiker Pierre Schneider
das Markenzeichen von Steinbergs Schaffen. Seine Sujets sind
sehr breit gefächert: Musik, Tiere, Frauen, falsche
Papiere, Nase, Masken, Landschaften, Architektur, Städte.
Als tragendes Thema zieht sich jedoch die Kritik an den Institutionen
und Symbolen der amerikanischen Gesellschaft durch sein Werk.
In einem Abschnitt der Ausstellung verdeutlicht die Konfrontation
mit aktuellen Zeichnern Steinbergs großen Einfluss
auf die nachfolgenden Generationen.
Die Schau umfasst rund 135 Originalwerke und Archivdokumente
aus privaten und öffentlichen europäischen Sammlungen.
Begleitend zur Ausstellung geben die Museen der Stadt Straßburg
einen Katalog heraus, im Rahmenprogramm laufen mehrere Filme,
darunter „La ligne de Steinberg“ von Daniela
Roman, der Nichte des Künstlers, und Thierry Fontaine.
Museum
Tomi Ungerer - Internationales Zentrum für Illustration
27. November 2009 bis 28. Februar 2010
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