|
Dossier: Kunstausstellungen im Land
und in der Nachbarschaft
Schwein gehabt!
Eine kleine Tierschau im Museum
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, noch bis 3.5.2009
Denken wir an Knut oder Wilbär, haben wir sofort die
putzigen Eisbären vor Augen, die tollpatschig umhertapsen
und unser aller Herz rühren. Mit ihren großen
Kulleraugen, dem weichen flaumigen Fell und ihrem noch ungeschickten,
aber neugierigen Wesen wecken sie in uns Beschützer-instinkte.
Von der Hauskatze bis zur Raubkatze, vom Hausschwein bis
zum Elefanten erzählen Gemälde des Museums.
Dort tummeln sich liebe Kätzchen und verspielte Hündchen,
wie wir sie noch heute als Haustiere kennen. Wie diese Tiere
früher gehalten wurden, und ob sich etwas im Verhalten
des Menschen gegenüber Katze und Hund heute verändert
hat, kann man selbst herausfinden. In der Studierstube eines
Tierforschers gibt es vieles zu erfahren. Man darf in Büchern
schmökern und eigene Forschung betreiben.
Ein Bauernhof, auf dem wir dem Anblick glücklicher
Kühe auf der Weide begegnen, lädt zum Besuch ein.
Schafe und Ziegen werden dort ebenso gehalten und liefern
kostbare Wolle. Damit sich Hühner richtig wohlfüh-len,
sollten sie wie dort im Freien laufen und gutes Futter erhalten.
Und schließlich verrät das freudvolle Grunzen
der Ferkelchen, dass die Bäuerin ihnen gleich etwas
zu fressen geben wird.
Im Wald aber begegnen wir richtigen Hirschen! Doch oh weh,
angriffs-lustige Jagdhunde pirschen heran und stellen den
Hirsch!! Aber hallo, was war denn das? Wie der Wind fetzt
ein Hase durchs Unterholz. Wird er gejagt oder ist er nur
aufgeschreckt worden?
Am Waldrand angekommen, liegt bereits vom Jäger erlegtes
Wild! Also ist Jagdsaison! Da heißt es aufgepasst!
Immer weiter vom Waldrand weg schweift unser Blick dann langsam über
die Meere bis hin zu ande-ren Kontinenten. Wir sind in der
Savanne angekommen. Die Erde vib-riert, Staub wirbelt am
Horizont auf und ach, oh Schreck, was steht da in greifbarer
Nähe? Eine ganze Herde Elefanten trampelt uns auf der
Flucht vor einem herannahenden Feuer entgegen! Wie sollen
wir uns verhalten? Man muss hier auf der Hut sein, denn große
Raubkatzen wie Löwe oder Gepard streifen umher. Zwei
Tiger haben sich auf einen Hirsch gestürzt! Das Leben
in der freien Wildbahn ist ohne Erbarmen!
Ganz in der Nähe hat das Forscherteam sein Zelt aufgeschlagen.
Mit von der Partie sind hier Raubkatzenkenner, aber auch
Vogelkundler und Insektenforscher. An ihren Forschungen kann
man teilnehmen, muss allerdings Neugierde und Einsatzfreude
mitbringen.
In dieser Ausstellung geht man zunächst einmal auf
Entdeckungsreise und erforscht die unterschiedlichen Tierarten
und deren Lebensräume. Es gilt, Forscherberichte zu
erstellen, die mit Texten, vor allem aber auch mit Bildern
die Tiere erfassen. Wissenskästen sind gefüllt
mit Materialien zum Fühlen, Riechen, Hören und
auch Lesen. Kinder kom-men so Tieren auf vielfältige
Weise näher.
Weiter umfasst das Angebot Angel- und Suchspiele, Quartett-
und Brettspiele. Tierkostüme und Tiermasken laden zum
szenischen Spiel ein. Kleine Tierhandpuppen animieren zu
Aufführungen selbstinszenier-ter Stücke.
In der Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Museum für
Naturkunde und dem Zoologischen Garten werden Angebote und
Veranstaltungen ausgearbeitet, die das Thema Tier für
Kinder facettenreich und lebendig erfahrbar machen.
|