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Dossier: Kunstausstellungen im Land
und in der Nachbarschaft
Pablo Picasso. Druckgraphik
Kunstmuseum Basel, 31. Januar – 24. Mai 2009
Pablo Picasso setzte sich ausgesprochen intensiv mit den
spezifischen Möglichkeiten der druckgraphischen Techniken
auseinander. Vom Holzschnitt und Kupferstich bis hin zur
Lithographie und dem Linolschnitt wandte er sämtliche
Druckverfahren mit stupender Leichtigkeit und grosser Meisterschaft
an, er entwickelte komplexe Mischtechniken und experimentierte
mit mehrfarbigen Drucken. 1904 schuf er mit Le Repas frugal
seine erste Radierung. Das ambitionierte Blatt ist Auftakt
eines immensen druckgraphischen Œuvres von mehr als
2000 Werken. Als Radierer steht Picasso in der Tradition
von Dürer, Rembrandt und Goya. In jüngeren Techniken
wie dem Linolschnitt setzte er völlig neue Maßstäbe.

Picasso, Le Repas frugal, 1904
Der rund 150 Blätter umfassende Bestand des Basler Kupferstichkabinetts
ist weit mehr als eine Ergänzung des herausragenden
Ensembles von Gemälden des Künstlers im Kunstmuseum,
denn er ermöglicht in seiner Breite die vertiefte Beschäftigung
mit dem graphischen Aspekt des mannigfaltigen Gesamtwerkes.
Die Hälfte dieser Druckgraphik stammt aus der Sammlung
des bedeutenden Schweizer Sammlers Georges Bloch (1900–1983),
der mit Picasso befreundet war und ein vierbändiges
Werkverzeichnis seiner Druckgraphik erstellte. 1972 und 1982
schenkte Bloch der Gottfried Keller-Stiftung insgesamt 512
Blätter, die heute auf mehrere Schweizer Museen verteilt
sind.
Die Ausstellung zeigt eine repräsentative Auswahl von
rund neunzig Blättern aus sämtlichen Werkphasen,
von der Blauen Periode über den Kubismus bis hin zu
den späten Druckgraphiken um 1970. Darunter befinden
sich phantastische Werke wie der Farblinolschnitt L'Homme à la
fraise und Radierungen aus der berühmten Suite Vollard.
Die breite Palette der Themen reicht von den Saltimbanques
und den Darstellungen des Künstlers mit seinem Modell
bis zu den Porträts und bietet einen faszinierenden
Einblick in das graphische Schaffen von Picasso.
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