Landesverein Badische Heimat e.V.

Dossier: Kunstausstellungen im Land und in der Nachbarschaft

Ausstellungsvorschau der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe 2013

30. November 2013 – 23. Februar 2014
Fragonard - Der Zeichner

Der französische Künstler Jean-Honoré Fragonard (1732-1806) steht im Mittelpunkt der Ausstellung, die im Winter 2013/2014 in der Kunsthalle Karlsruhe zu sehen sein wird. Sein vielfältiges OEuvre umfasst Landschaften, gesellig-heitere Szenen sowie Darstellungen von großer Sinnlichkeit; es besticht durch Leichtigkeit und Eleganz. Der Schwerpunkt der Präsentation liegt auf dem zeichnerischen Werk, dem bereits im 18. Jahrhundert große Bewunderung entgegengebracht wurde. Ergänzt werden die Zeichnungen durch ausgewählte Gemälde, sodass die Korrespondenzen zwischen zeichnerischem und malerischem Schaffen sichtbar werden. Ausgangspunkt der Karlsruher Schau sind vier Zeichnungen des Künstlers, die zum kostbaren Bestand des Kupferstichkabinetts zählen.

Die Schau wird ca. 80 Werke beinhalten und exemplarisch einen Einblick in die unterschiedlichen Phasen von Fragonards Schaffen sowie in die Spannbreite seines künstlerischen Ausdrucks geben. Dies wird ermöglicht durch die Unterstützung zahlreicher internationaler Leihgeber, unter anderem durch das Musée du Louvre in Paris, das British Museum in London und die Albertina in Wien.

Der 1732 in Grasse geborene Künstler war zunächst Schüler von Jean-Siméon Chardin bevor er in das Atelier von François Boucher eintrat. 1752 gewann Fragonard den begehrten „Prix de Rome“ und konnte eine mehrjährigen Italienreise (1756-1761) antreten, die mit dem Studium der Meister des Barock sowie der Landschaft in und um Rom prägend für sein weiteres Schaffen wurde. Thematisch und stilistisch im 18. Jahrhundert verwurzelt und der Tradition des 17. Jahrhunderts eng verbunden, beeindruckt der Franzose durch künstlerische Eigenständigkeit. Er entwickelt in Naturstudien ebenso wie in frei imaginierten oder literarisch inspirierten Szenen eine eigene Bildsprache, die unabhängig von einer rein beschreibenden Wiedergabe im unkonventionellen Umgang mit Flächen und Linien eine Neigung zur Abstraktion erkennen lässt. Die Kompositionen von virtuoser Leichtigkeit, überschäumender Vitalität und großer Ausdruckskraft ziehen den Betrachter bis heute in Bann.

Die Kunsthalle Karlsruhe hat in der Vergangenheit immer wieder Bezug auf ihren Sammlungsschwerpunkt der französischen Kunst genommen. Mit Sonderausstellungen zu Jean-Siméon Chardin (1999), Eugène Delacroix (2003/04), Edouard Vuillard (2008/09) oder jüngst zu Camille Corot (2012/13) gelang es dem Haus, sich als Ort der französischen Kunst international zu profilieren. An diese Folge knüpft die Präsentation zu Fragonard an.

Text: SKK

Bild oben: Bruchsal, Schlossgebäude
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