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Dossier: Kunstausstellungen im Land
und in der Nachbarschaft
Idylle Auf Zeit
Malerferien am Untersee 1880 - 1914
Konstanz, Städtische Wessenberg-Galerie, 25.4. - 30.8.09
Mit
dem Beginn der Dampfschifffahrt und dem Bau der Eisenbahn
nahm
der Fremdenverkehr
im 19.
Jahrhundert
auch
am Bodensee
Aufschwung. Für zahlreiche Maler wurde die Region zum
beliebten Ferienziel. Vor allem der Untersee mit der Insel
Reichenau, der Höri und den am Schweizer Ufer gelegenen
Dörfern, allen voran Ermatingen mit dem Gasthof „Adler“,
zog die Künstler an. Hier fanden sie nicht nur preiswerte
Unterkünfte, Ruhe und Erholung, sondern auch eine Fülle
reizvoller Landschaftsmotive. 
Robert Weise; Frau in Bodenseelandschaft; 1904
Öl/Leinwand,
Städtische Wessenberg-Galerie Konstanz
Wilhelm Trübner, Franziska Hübsch und Bruno Goldschmitt,
ein Freund des Schriftstellers Hermann Hesse, besuchten und
malten den Untersee. Aus München kam zwischen 1909 und
1913 Alexander Koester, und auch Christian Landenberger,
Reformer der schwäbischen Freilichtmalerei, zählte
zu den prominenten Gästen. Im Schweizer Fischerdorf
Gottlieben ließ sich 1901 für fünf Jahre
der aus Stuttgart stammende Robert Weise nieder und zählte
neben den Malerkollegen Emil Thoma und Karl Einhart bald
zum Kreis um den bekannten Dichter Emanuel von Bodman.
Seit 1889 verbrachte auch der in München lehrende Peter
Halm jahrlang seine Ferien auf der Reichenau. Um ihn scharten
sich die Schweizer Künstlerkollegen Wilhelm Balmer,
Hans Garnjobst, Carl Theodor Meyer-Basel und Fritz Vollemy
sowie der aus Karlsruhe stammende Wilhelm Volz.
Mit rund 60 Gemälden und Graphiken sowie zahlreichen,
z.T. erstmals gezeigten Dokumenten, würdigt die Ausstellung
eine bisher wenig beachtete Epoche des grenzüberschreitenden
Kunstlebens am Untersee vor dem Ersten Weltkrieg.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
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